Schimmel Mietwohnung Mietminderung Neuruppin Wittstock Mietrecht
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Schimmel in Mietwohnung – wer muss was beweisen?

Problem Schimmelbefall

 

Feuchtigkeit und Schimmel in Mietwohnungen sind ein mietrechtlicher Klassiker, der die Gerichte immer wieder beschäftigt.

 

Die Argumentation der Beteiligten in derartigen Fällen ist nahezu immer die Gleiche:

 

  • Die Mieter gehen von baulichen Mängeln aus (ungenügende Dämmung, Wärmebrücken, feuchtes Mauerwerk etc.).
  • Die Vermieter werfen den Mietern ein falsches Heizungs- und Lüftungsverhalten vor.

 

Beweislast im Gerichtsverfahren

 

Kommt es zum Prozess, weil die Mieter die Miete mindern bzw. fristlos kündigen bzw. Mangelbeseitigung verlangen, muss das Gericht Beweis erheben.

 

Hier gilt eine dreistufige Darlegungs- und Beweislast:

 

  • In der ersten Stufe muss der Mieter beweisen, dass überhaupt ein Mangel in Form von Feuchtigkeit und / oder Schimmel vorliegt.

 

  • In der zweiten Stufe muss der Vermieter beweisen, dass kein baulicher Mangel vorliegt, der die Feuchtigkeit verursacht haben könnte.

 

  • In der dritten Stufe muss der Mieter beweisen, dass die Feuchtigkeit nicht durch falsches Heizen und Lüften verursacht wurde.

 

Siehe hierzu: Urteil des BGH vom 01.03.2000 (XII ZR 272/97)

Download Urteil
xii_zr_272-97.pdf
PDF-Dokument [36.6 KB]

Sehr hohe Prozesskosten

 

Derartige Prozesse sind relativ teuer, da das Gericht ein Sachverständigengutachten einholen muss, dessen Kosten im vierstelligen Bereich liegen.

 

Hinzu kommen die Anwaltsgebühren für beide Seiten und die Gerichtskosten.

 

Die Beteiligten sollten sich daher gut überlegen, ob sie es tatsächlich auf ein gerichtliches Verfahren ankommen lassen wollen – es sei denn, die Kosten werden von einer Rechtsschutzversicherung übernommen.

 

 

Tipp für Mieter: Falls sich in der Wohnung Schimmel zeigt, sollten Sie unbedingt

 

  • wöchentlich Fotos der befallenen Stellen machen, 
  • den Schimmelbefall von Zeugen besichtigen lassen,
  • die Wohnung mehrfach täglich gründlich lüften,
  • die Lüftungszeiten notieren.

 

Andernfalls könnten Sie in Beweisnot kommen und einen eventuellen Prozess verlieren.

 

 

 

 

 

Haben Sie zu diesem Thema Fragen? Rufen Sie uns einfach an!.

CHRISTIAN DOERFER

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